Gemmotherapie

Die Kraft der Knospen

Pflanzenknospen signalisieren nicht nur optische Aufbruchstimmung,
in ihnen liegt auch eine geballte Ladung Energie. Im
Embryonalgewebe von Pflanzen sind die Lebens- und Wachstumskräfte
am höchsten. An diesem Punkt setzt die Gemmotherapie an.



Was ist Gemmotherapie

Die Gemmotherapie ist eine spezialisierte Form der klassischen Pflanzenheilkunde. Als Ausgangsmaterialien werden ausschliesslich Knospen (griechisch = Gemma), Triebspitzen, junge Schösslinge und wachsende Wurzelfasern verwendet. Die Knospe ist das "Lebendigste" einer Pflanze, denn in diesen Pflanzenteilen ist die höchste Vitalität vorhanden. Sie sind besonders reich an Wachstumsfaktoren, Hormonen, Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren, Enzymen, Mineralien, Auxinen (Streckenwachstumsstoffen) und Gibberellinen (Zellteilungs- und Längenwachstumstoffe). Es werden somit nur die Embryonalgewebe einer Pflanze verwendet und keine Blüten und Früchte, wie in der herkömmlichen Phytotherapie. Dadurch greift die Gemmotherapie sehr kraftvoll und aktiv in den menschlichen Stoffwechsel und Organismus ein und kann die Zellregeneration und die Zellerneuerung aktiv unterstützen.


Wie wird ein Gemmomazerat hergestellt

Die Gemmotherapie verzichtet auf eine spezielle Potenzierung oder Aufschlüsselung der Heilkräfte, ganz im Gegensatz zur Spagyrik oder zur Homöopathie. Die verwendeten frischen Pflanzenteile stammen aus Wildwuchs oder biologischem Anbau. Sie werden in einer Mischung aus Glyzerin, Alkohol und Wasser eingeweicht und nach einer gewissen Zeit filtriert. Danach wird das Filtrat abermals mit Glyzerin und Alkohol gemischt. Die fertigen Gemmomazerate kommen dann als Mundspray zur Anwendung.


Welche Wirkung haben Gemmotherapeutika

Sie regen die Bildung der Makrophagen an. Dies sind Fresszellen, welche die Bakterien und Mikroorganismen im menschlichen Körper bekämpfen. Dadurch wird die Ausscheidungsrate von abgetöteten Keimen, Schadstoffen (Medikamentenrückständen, Genussgiften etc.) und Stoffwechselgiften erhöht. So sind die Gemmomazerate reinigend, ausleitend oder aber auch regulierend in ihrer Wirkung auf den menschlichen Körper.
Gerade in der heutigen Zeit erfreuen sich diese Heilmittel wieder an einem grossen Interesse. Durch die potente Heilkraft der Gemmomazerate kann schnelle und wirkungsvolle Hilfe geleistet werden. Denn keiner nimmt heute gerne krankheitsbedingte Absenzen in Kauf. Allerdings sollte gleichzeitig die Lebensweise überdacht und eine mögliche Verhaltensänderung eingeleitet werden.


Die Indikationen der Gemmotherapie  
  • Allergien
  • Heuschnupfen
  • Ekzeme
  • Nesselfieber
  • Schnupfen
  • Husten
  • Asthma
  • Halsentzündung
  • Blasenetzündung
  • Prostatabeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit
  • Erschöpfung
  • Angstzuständen
  • Migräne
  • Neuralgien
  • Menstruationsbeschwerden
  • Wechseljahrbeschwerden
  • Verdauungs- und Magenbeschwerden
  • Rheumatische Beschwerden
  • Gelenkbeschwerden (Arthrose, Polyarthritis)
  • Entgiftungskuren 
Die Gemmomazerate können als alleinige Therapie eingesetzt werden oder auch als Begleittherapie (z. Bsp.bei einer konventionellen schulmedizinischen Behandlung, zur Spagyrik, Schüsslersalzen oder Tinkturmischungen)


Die wichtigsten Gemmotherapeutika und ihre Anwendungsgebiete

Olea europaea (Olivenbaum):
Hilft bei hohem Blutdruck, hohen Cholesterinwerten, Neuralgien, Gedächtnisschwäche, übermässiger Müdigkeit, Schwäche und körperlicher Ermattung.

Pinus montana (Bergföhre):
Wirkt unterstützend bei allen rheumatischen Beschwerden, bei Problemen mit Bändern und Sehnen und bei Muskelverspannungen.

Ribes nigrum (Schwarze Johannisbeere)
Sie belebt den allgemeinen Stoffwechsel und spielt bei der Regulation des Immunsystems eine wichtige Rolle. Eingesetzt wird sie bei Arthrose, Akne, Allergien, chronischer Bronchitis, Halsschmerzen, Migräne, Gastritis, Asthma, Ekzemen, Entzündungen, Nesselfieber, Polyarthritis (mehrere Gelenke betroffen) und Prostatabeschwerden. Ribes nigrum wird gerne auch als pflanzliches Kortison mit safter, aber nachhaltiger Wirkung bezeichnet.

Rosa canina (Hagebutte)
Hilft bei Herpes (viraler Bläschenausschlag), Arthrose und entzündlichem Rheuma, Polyarthritis, Entzündungen des Nasen- und Rachenraums bei Kindern, Zahnen, Aphten, Soor und Migräne.

Rubus idaeus (Himbeere)
Wirkt bei ausbleibender Menstruation, Menstruationskrämpfen, Wechseljahrbeschwerden und Stimmungsschwankungen im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus.

Sequoia gigantea (Mammutbaum)
Wird eingesetzt bei Prostatabeschwerden, Gedächtnisschwäche, Altersbeschwerden, Unruhezuständen, Schlafstörungen und Prüfungsangst.

Vaccinium vitis-idaea (Preiselbeere)
Hilft bei Blasenentzündung, entlastet die ausleitenden Organe, wirkt unterstützend bei Entgiftungskuren und der Ausleitung, speziell auch bei der Entschlackung des Darmes, und lindert Verstopfung.


Wie nimmt man einen Gemmospray ein

Angewendet werden die Gemmomazerate in Form eines Mundsprays und jeweils vor den Mahlzeiten direkt auf die Mundschleimhaut gesprüht. Ihr angenehmer und süsslicher Geschmack wird auch von Kindern gut akzeptiert. Die Dosierung beträgt für Kinder dreimal täglich ein bis zwei Sprühstösse, für Erwachsene dreimal täglich zwei bis drei Sprühstösse. Im akuten Fall kann der Dosierungsintervall erhöht werden. So wird dann halbstündlich oder stündlich einen Sprühstoss auf die Mundschleimhaut gegeben. Möchte man mehrere verschiedene Gemmomazerate kombinieren, dann sollte einfach ein zeitlicher Abstand zwischen den Einnahmen liegen (z. Bsp. das eine am Morgen und das andere am Mittag einnehmen).




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